22.11.2023
Gesundheitsversorgung im Landkreis Lindau - Klinik und Notversorgung im oberen Landkreis.

Wir fordern weiterhin alle für unsere Gesundheitsversorgung Verantwortlichen zum unverzüglichen Handeln - begleitet  von einer maximal möglichen transparenten Kommunikation / Information der Betroffenen, insbesondere des Klinikfachpersonals & unserer Bürgerinnen und Bürger -  auf !

 

Eine funktionierende, angemessene und schnell zu erreichende Krankenhausversorgung - ist für uns für den oberen Landkreis und für Lindenberg als ländlich geprägtes Mittelstandszentrum von größter Bedeutung !, hier sehen wir weiterhin zwingenden Handlungsbedarf !

 

Natürlich haben auch die Stadträte in Lindenberg  - innerhalb unserer Möglichkeiten / als zweitgrößte Fraktion im Lindenberger Stadtrat -  gerne den Betrieb und insbesondere die Neubau- und Erweiterungspläne der Schwesternschaft - als langjährige und zuverlässige Partner - aktiv und innerhalb unserer kommunalen Möglichkeiten (Ermöglichung der halbstündigen OPNV-Anbindung, unabhängige 2. Zufahrtsmöglichkeit als zusätzliche Anbindung des Krankenhausstandortes, Ermöglichung notwendiger Randbedingungen / Leistungen zur Umsetzbarkeit der Neubau- und Umbaupläne, der Schaffung von zusätzlichen, dringend benötigten Kurzzeitpflegestellen, dem Erhalt bzw. Ausbau als anerkannter Standort für gesundheitstechnische und pflegerische Ausbildung und Fortbildung,  etc. ...), sehr begrüßt, aktiv begleitet und wo möglich tatkräftig unterstützt !

Wir danken der Schwesternschaft, der Ärzteschaft und Ihrem Fachpersonal nochmals ausdrücklich, für Ihr zurückliegendes Engagement und Ihre zukünftige Leistungsbereitschaft, - im für uns lebenswichtigen Bereich der Gesundheitsversorgung - für uns in Lindenberg ! 

Insbesondere möchten wir uns zudem beim Gesundheitsnetz Westallgäu (GNW) und seinem Sprecher Herrn Dr. Franz-Joseph Sauer, für Ihr Engagement in dieser wichtigen Angelegenheit bedanken !

 

Aktuell setzen wir uns - gemeinschaftlich und mit Nachdruck - für eine maximale Aufrechterhaltung unserer Gesundheitsversorgung vor Ort ein !

Insbesondere eine schnelle und leistungsfähige Notfallversorgung vor Ort ! muss für uns weiterhin aufrechterhalten bleiben und  - möglichst niederschwellig und durchgängig - zur Verfügung stehen ! 

Hier besteht absoluter und schnellstmöglicher Handlungsbedarf ! Gemeinsam müssen wir uns hierfür mit Nachdruck einsetzen und stark machen ! 

insbesondere hinsichtlich ...  Anpassung bzw. Neuschaffung von leistungsfähigen und dauerhaften Notfall-Organisationsstrukturen, unverzügliche und bedarfsgerechte Erhöhung der Rettungsdienstfahrzeuge und deren Ausstattungen  (RTW und Notarztfahrzeuge) als Ausgleich für längere RTW-Belegzeiten bei Bring- und Rückfahrten zu entfernten Krankenhäusern (bei winterlichen Straßen, Störungen durch Massenveranstaltungen wie Landesgartenschau etc, ...), unverzügliche und bedarfsgerechte Anpassung der zur Verfügung stehenden Notärzte und des Rettungsdienstfachpersonals (sofort und langfristig !, einer 24 Stunden zur Verfügung stehenden BG-Versorgungsstruktur bei betriebsbedingten Unfällen / Notfällen ...)

Über Jahrzehnte mit hohem Aufwand und Investitionen geschaffene und bewährte Strukturen dürfen nicht - in Zeiten von Geldknappheit und Fachkräftemangel - kurzfristig zerstört / geopfert werden ! Zukünftig wird in absehbarer Zeit kein Geld mehr für eine Wiederherstellung zur Verfügung stehen ! Gemeinsam müssen wir entschieden und mit Nachdruck dafür Sorgen, dass unser ländlich geprägter und topographisch herausfordernder, oberer Heimatlandkreis nicht langfristig abgehängt wird ! 

 

Im Gesamtblick für die anstehenden, von der Bundesregierung angestrebten Veränderungen im Gesundheitswesen - insbesondere in unserem ländlich geprägten, topographisch herausfordernden  Raum -, sollten neben den rein pragmatischen, hilfreichen Aspekten, insbesondere die sozial-psychologischen Gesichtspunkte Beachtung finden ! Bedarfsgerechte notwendige Unterstützung durch Verwandte, Freunde und Nachbarn, ist über größere räumliche Trennung, nur sehr schwer und sicherlich nicht im erforderlichen Maß, umsetzbar ! Für hilfsbedürftige Patienten fehlt dann - wenn es vor Ort darauf ankommt und Sie Ansprache und Zusprache benötigen würden - oftmals jegliche tatkräftige, hilfreiche  und vor allem moralische Unterstützung vor Ort in der fremden Umgebung im spezialisierten Zentralkrankenhaus ! Für die fehlenden Handreichungen und dem fehlenden persönlichen Austausch- durch die dem Patienten nahestehenden Personen, müssen dann in Zeiten von Facharbeitermangel, zusätzliche Engpässe - falls überhaupt möglich - innerhalb zugewiesener zeitlicher Vorgaben und unter erheblichem finanziellen Mitteln ausgeglichen werden ! Wie wichtig die psychologisch empfundene Nähe der Bezugspersonen für die Patienten ist, sollte nach den Erfahrungen aus der Pandemie spätestens hinreichend bekannt sein ! Falls überhaupt für ältere Personen realisierbar, multiplizieren sich somit (bisherig) überschaubare Aufwände und die damit in Verbindung stehenden Bedingungen (Risiko, Kosten, Zeitaufwand für Fahrten, zu wenig verbleibende Zeit beim Patienten vor Ort ...), indem nun Verwandtschaften, Freunde, Nachbarn, Bekannte ... mehrfach die Besuchsstrecken mit dem damit zwangsläufig verbundenen erhöhten Zeitaufwand, bewältigen müssen !  Am Schluss bleibt auch hier - im Gesamtblick - unter dem Strich wieder einmal viel  zu wenig für alle Beteiligten - und vor allem für den Patienten - vom urspr. Angestrebten, übrig !

 

Wir FREIEN WÄHLER schließen uns im Grundsatz den Inhalten und den Forderungen der Verlautbarung der Stadt Lindenberg an.

 

Lesen Sie hierzu die aktuellen Mitteilungen zur aktuellen Situation der Rotkreuzklinik in Lindenberg.

Verlautbarung der Stadt Lindenberg zur Lage der Rotkreuzklinik Lindenberg

Pressemitteilung der Stadt Lindenberg vom 30.11.2023

 

Pressemitteilung FW Ulrike Müller - Neuausrichtung als Rettungsanker (02.02.2024) - zum Vor-Ort-Termin im Krankenhaus vom 12.01.2024

Rotkreuzklinik Ldbg - "Strukturen werden zerstört ... es brennt" - WA-Bericht vom 24.01.2024